Cyberspace und soziale Netzwerke

Internet, Smart-Phones, und Soziale Netzwerke wie „facebook“, „twitter“ und Co. eröffnen viele neue Möglichkeiten. Man kann sich mit Freunden und Bekannten um den gesamten Erdkreis vernetzen und online unterhalten. Vieles wird im Internet veröffentlicht. Mit der Preisgabe von persönlichen Dingen sollte man aber besonders sorgsam umgehen. Im realen Leben zeigst und erzählst du ja auch nicht jedem alles. Im Internet können sich Nachrichten und Ereignisse noch schneller und leichter als im realen Leben verbreiten. Auch solche, die dir vielleicht nachträglich unangenehm sind. Ein restloses Entfernen ist dann oft nicht mehr möglich. Was viele vergessen: Was im realen Leben nicht erlaubt ist, ist auch im Cyberspace verboten. Anders als bei Computer- oder Onlinespielen, die ja erfundene, virtuelle Welten darstellen, ist das Internet ein fester Bestandteil der realen Welt. Leider bedenken das junge Menschen manchmal nicht und bedrohen oder mobben einander beim Chatten oder auf sozialen Netzwerken. Das ist natürlich nicht nett, aber ist das auch verboten?

Cybermobbing (oder Cyberbullying) ist heutzutage ein wichtiges Thema. Was ist eigentlich Mobbing? Mobbing ist, wenn man allein oder in der Gruppe über längere Zeit hinweg immer wieder auf jemanden losgeht (beleidigen, beschimpfen, bedrohen, lächerlich machen, ständiges Aufzeigen von Fehlern, Fehlverhalten unterstellen, belästigen u.v.m.).

Via Internet und Handy wird Mobbing zu Cybermobbing. Dabei werden unterschiedliche Internetplattformen, E-Mails und Handydienste verwendet, um das Opfer im Web fertigzumachen. Oft wird dabei anonym oder unter einem Fake-Profil, also mit falschen Namen und falschen Angaben vorgegangen. Da aber im Internet fast alles registriert ist und nachvollziehbar bleibt, ist diese Anonymität nur oberflächlich gegeben. Nicht selten kommt es auch zu Gegenattacken und der Gemobbte wird selbst zum Mobbing-Täter.

Beim Happy Slapping wird Leuten grundlos etwas angetan (zum Beispiel geschlagen) und das Ganze auf Video festgehalten. Die Aufnahmen werden dann im Internet auf diversen Videoportalen veröffentlicht oder per Handy versandt. Ein Motiv für das scheinbar, grundlose Schlagen ist die Belustigung anderer oder von sich selbst. Strafbar ist natürlich nicht nur, wer selbst schlägt oder misshandelt, sondern auch jeder, der ein solches Video anfertigt.

Es gibt im Internet wie auch im realen Leben Kriminelle, die dein Vertrauen ausnutzen und dich täuschen und dir so Schaden zufügen. Manchmal versuchen die Internet-Betrüger mit einer traurigen Geschichte dein Mitleid zu erregen und eine Geldspende von dir zu bekommen.
Andere bieten super günstige Schnäppchen an. Leider bezahlen viele sehr schnell und bemerken erst später, dass sie betrogen wurden, weil sie keine oder eine schlechte Gegenleistung (gefälschte Waren) erhalten haben. Im wahren Leben geht’s anders zu als im Märchen und geschenkt wird einem von fremden Menschen in der Regel nichts. Daher sollte man immer hellhörig werden, wenn einem Gewinne oder wertvolle Sachen für wenig Geld versprochen werden.
Noch viel schlimmer ist, dass dein Vertrauen auch auf andere Weise ausgenutzt werden kann. Manche möchten nicht dein Geld, sondern suchen Kontakt zu dir. Diese Leute wollen dir sexuell nahe kommen. Zuerst wird dies über das Internet versucht und später auch persönlich. Diese Anbahnungsversuche sexueller Kontakte von Erwachsenen bei Kindern/Jugendlichen nennt man Cybergrooming.

Diese Anbahnungsversuche passieren meist in Chatrooms oder in sozialen Netzwerken, wobei zwei Vorgehensweisen auffällig sind. Bei der einen gelingt es über längere Zeit und durch Vortäuschen falscher Tatsachen, das Vertrauen so zu stärken, dass sich die Kinder/Jugendliche unbedingt mit dem Freund oder der Freundin persönlich treffen möchten. Wen interessieren da noch Ratschläge, man glaubt sich doch schon so gut zu kennen! Bei der zweiten Vorgehensweise wird ziemlich direkt Sex gefordert und dafür Geld oder andere Vorteile geboten.

mischpult

Auch auf legalem Weg gibt es derzeit eine problematische Entwicklung. Für Gratisprogramme und Gratisdownloads verzichten nämlich viele auf (fast) alle Rechte. Bei sozialen Netzwerken postest du sehr viele Fotos und Texte von dir, die oft von allen eingesehen werden können oder Du verzichtest für Gratisdownloads auf deine Persönlichkeitsrechte! Persönlichkeitsrechte sind etwas Besonderes. Wusstest du, dass ein Foto auf dem du erkennbar bist nur mit deiner Zustimmung veröffentlicht werden darf?

Aber nicht nur das, auch das Downloaden von Musik, Filmen, Spielen und Programmen, ist bei Jugendlichen sehr verbreitet. Es gibt Regelungen wie das Urheberrecht, die einzuhalten sind.
Für dich ist einfach wichtig, dass du auf dein Gefühl vertraust, denn dann bist du meist auch am richtigen gesetzlich erlaubten Weg.

Solltest du dir einmal nicht sicher sein, was richtig oder falsch ist, findest du nicht nur im Internet Auskunft und Rat, sondern auch die Polizei bietet dir Sicherheit und Hilfe an.